Quäsen sind Hautblasen. Sie stellen sich vorwiegend an Händen oder Füßen ein, z.B. durch ungewohnte Handarbeiten oder zu langes Laufen in neuen Schuhen. Auch durch Quetschungen kommt es zu "Kwehsen", bei leichten zu Wasser- und bei schweren zu Blutquäsen.

Quaddeln sind Hautrötungen oder Schwellungen, die z.B. durch eine allergische Reaktion oder einen Insektenstich hervorgerufen sind und nicht von einem Sturz ("Beule", "Schramme") oder von ähnlichen Außenwirkungen herrühren.

Quarkbüdel oder "Quarkpott" ist die Bezeichnung für den, der ständig quarkt, also meckert, und an allem und jedem etwas auszusetzen hat.

Quartiersleute heißen die Lagerunternehmer im Hamburger Hafen. Ihr Name zeugt noch davon, daß sie früher meist in Vierergruppen organisiert waren (Quartiersleute = Viererleute). Sie nannten sich nach dem Namen ihres Vormanns, wobei die Teilhaber, die Consorten, im Firmennamen als "& Cons." erschienen. Die heutigen Lagerunternehmen haben diese Tradition beibehalten.

quasen oder quosen Kinder quasen, wenn sie langsam und lustlos auf ihrem Essen herumkauen, ohne zu schlucken. Wenn sie lang genug auf ihrem Bissen Fleisch herumgequast haben, ist daraus vermutlich ein --» Prüntje geworden.

Quiddje oder Quittje ist eine halb scherzhafter halb spöttische Benennung für Nichthamburger oder Neuzugezogene in der Stadt. Die Herkunft des nach dem heutigen Stand der Forschung erstmals 1865 in einer Hamburger Zeitung aufgetauchten Wortes ist unbekannt. Der nur in Hamburg vorkommende Begriff bezeichnet aber auch allgemein Vornehmtuer oder Personen mit ungewohntem, z.B. süddeutschem Dialekt und auffallender Sprachmelodie. Als der populäre Bürgermeister Herbert Weichmann am 19. Juni 1968 den ersten Rammstoß zum Bau des Neuen Elbtunnels in Gang setzte, kam der Kreis der Ehrengäste in den Genuß einer unfreiwilligen Dusche durch Spritzwasser aus der Dampframme. In Hamburg machte daraufhin der Ausspruch eines Umstehenden die Runde, daß nun der "Quiddje aus Schlesien endlich mit Elbwasser getauft sei".