Ochsenzoll Der Ochsenzoll in Langenhorn lag früher an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts bis in die 1860er Jahre bestand hier eine Zollstelle, an der auch die von Jütland und Schleswig-Holstein nach Hamburg getriebenen Schlachtochsen verzollt werden mußten.

Ökelname Ein Ökelname ist ein Spitzname. Im vormotorisierten Hamburg waren vor allem die Droschkenkutscher fleißige Ökelnamendichter: Sie nannten sich z.B. "Fiete Schneidig", "Chinesenmoppel", "Hein Punschmuul" oder "Schimmelreiter". Aus dem Alltag auf den Fleeten und im Hafen sind von den Ewerführern (--» Schute) eine lange Reihe von zum Teil äußerst kuriosen Namengebungen überliefert: Chronische Zahnschmerzen eines Kollegen machten aus ihm den "Hein Tähnpien" (Zahnpein). Er muß wohl eine prägnante Persönlichkeit gewesen sein, denn Sohn und Enkel wurden ohne große Umschweife "Tähnpien 2" und "Tähnpien 3" genannt, "Wilhelm Granot", abgeleitet von einer Stimme, so laut wie der Einschlag einer Granate, machte doch ohne Zweifel etwas her, während sich "Demgemäß extrem" sicherlich das eine oder andere Mal gefragt haben wird, ob er seine ständig wiederkehrende Redewendung nicht lieber hätte ablegen sollen, bevor sie als Ökelname (vermutlich für ein Leben lang) an ihm haftengeblieben war. Auch die stadtbekannten Originale --» Aalweber, --» Hummel oder --» Zitronenjette hatten sich ihre legendären Namen natürlich nicht selbst gegeben, sondern sie (unfreiwillig) vom Volksmund erhalten.

Oha, Oha oha und O haua haua haua ha "oha" wird als erstaunter oder stutzender Ausruf verwandt und erklingt mit abgehacktem "a" (O-Hä). Bei einem Anlaß von größerer Bedeutung kann es als "Oha oha" wiederholt werden, und wenn es in gebundener Form als "O haua haua haua ha" zu hören ist, kann es als ein sicheres Anzeichen dafür gelten, daß irgend etwas schiefgelaufen ist und Ärger zu erwarten steht.

Ollen "Unse Ollen" sagen Kinder untereinander für "unsere Eltern" (plattdeutsch: Öllern).

olsch ist die Alte, mit der sprachlich derb die Mutter oder die Ehefrau gemeint sein kann. "De olsch mit de Lücht" (Die Alte mit dem Licht) war der Titel eines 1922 am Ernst-Drucker-Theater, dem späteren St.-Pauli-Theater, uraufgeführten vieraktigen Volksstückes mit großem Erfolg. Auch der schönwetterliche Spaziergangsaufforderung "Rut mit de Olsch in de Freuhjohrsluft!" war von der Bühne ins Publikum gesprungen und von dort in den Hamburger Wortschatz gelangt (Erstaufführung 1941)

Onkel Pö ist der Name einer legendären Hamburger Musikkneipe. Sie eröffnete 1968 zunächst am Mittelweg in Pöseldorf und 1971 erneut am Eppendorfer Weg/Ecke Lehmweg, nun als "Onkel Pö's Carnegie Hall". Durch sein unkonventionelles, durch verschiedene Musikstile bunt gemischtes Programm mit Auftritten auch internationaler Künstler und Künstlernachwuchs wurde das "Pö" weit über Hamburg hinaus bekannt. 1985 schloß das Lokal. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten das "Legendär".

Oohne Enne, sach ich dir! hört man häufig zur Bezeichnung von allem, was im Überfluß vorhanden ist, "ohne Ende" vorrätig eben.

Oskar vom Pferdemarkt --» Wucht in Tüten