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Idioticon Hamburgense ist der Haupttitel eines Buches, das jedem ein Begriff werden wird, der sich eingehender mit der hamburgischen Sprache beschäftigen möchte. Vollständig lautet der Titel der 1755 in starker Erweiterung erschienenen zweiten Auflage: "ldioticon Hamburgense. Wörterbuch zur Erklärung der eigenen, in und um Hamburg gebräuchlichen Nieder-Sächsischen Mund-Art". In Hamburg stellt übrigens die Aussprache des Fremdwortes Idiot für viele ein kleines Alltagshindernis dar, und es ist schon mal als "Idioot", "Ihjot" oder sogar als "Idiout" zu hören. Das gilt natürlich auch für diverse andere --» vigeliensche Wörter und Silben, bei denen die Zunge einfach nicht recht funkschoniem will. Das macht aber rein gaanix und nur wegen schwer hinzukriegenner Präzisijohn inne Aussrpache ist keine Revulutschoun gegen Fremdwörter zu befürchten, wie auch die Soziaaldemokraten nur selten um ihre Mehrheiten im Hamburger Rathaus zittern mußten. |
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Igitt! oder Igittigitt ist ein in ganz Deutschland zu hörender Ekelruf, der in Hamburg mehr als dies ist und sich nicht auf "Widerliches" beschränkt. "Gitt, nee!" kann als abschätziger Kommentar zu der berichteten Tat eines Dritten dienen oder ein "igitt, wie blöd!" anstelle eines "Zu dumm!" oder "Ärgerlich!" gesprochen werden. |
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in brass --» fühnsch |
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in Gang --» Gang |
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in Tüdel kommen Wer "in Tüdel kommt", verliert die Übersicht und bringt alles durcheinander. Diesen Zeitpunkt möglichst weit hinauszuschieben, versuchen Kinder beim Fadenspiel mit dem --» Tüdelband. |
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Intelligenzquotient und Intelligenztest sind natürlich keine Hamburger Begriffe, aber ihr "Erfinder" wirkte lange in Hamburg. Es war der berühmte Psychologe und Philosoph William Stern (1871-1938). Er hatte sich 1919 aktiv an der Gründung der Hamburgischen Universität beteiligt und war dort bis zu seiner erzwungenen Emigration durch die NS-Machthaber Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie. |
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Is was? ist eigentlich die Kurzform der Frage "ist was los (hier)?" oder "Was ist los hier?" Wird "is was?" sehr kurz und scharf ausgesprochen, markiert es in bestimmten Stadtteilen und Kreisen häufig den Beginn einer möglicherweise nicht nur verbal auszutragenen Auseinandersetzung. Wenn es richtig ernst wird, lautet eine drohende Redewendung: "Ich hau dich bludich oder Ich box dich bludich!"(= blutig). |
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ischa gediegen! --» gediegen |