Hachmanns Kinderwagen wurden früher die Gefängniswagen genannt, die die Häftlinge von der Strafanstalt (--» Santa Fu) durch die Stadt zu den Gerichten am Sievekingplatz (--» Justizforum) oder zum Untersuchungsgefängnis am Holstentor (Holstenglacis) beförderten. Der Senator Gerhard Hachmann wurde Namengeber, weil er 1886-99 Hamburgs oberster --» Udl war, also als "Erster Polizeiherr" an der Spitze der Polizeibehörde stand. Als solcher residierte er auf dem Neuen Wall 86 im Görtz-Palais, das unter einem seiner Vorgänger, dem allseits beliebten Carl Friedrich Petersen, "Petersen-Haus" genannt wurde.

Hafen-Balkon wird die 1974 auf dem --» Stintfang vor der Jugendherberge errichtete Aussichtsterrasse genannt, die bei guter Sicht zu einem herrlichen Blick über den Hafen einlädt und bei Nacht seine zahllosen Lichter vorführt.

Hafengeburtstag ist der 7. Mai. An diesem Tag des Jahres 1189 soll angeblich Kaiser Friedrich 1. Barbarossa ein Dokument, den sogenannten Freibrief, besiegelt haben, Sein Inhalt hätte die zu dieser Zeit gegründete Neustadt mit weitreichenden Begünstigungen bedacht. Die hamburgische Geschichtswissenschaft kann dies allerdings nicht länger belegen, seitdem die im Hamburger Staatsarchiv überlieferte Urkunde sich als Fälschung aus der Zeit um 1265 herausgestellt hat. Das muß jedoch nicht bedeuten, daß die Neustadt nicht doch vom Kaiser diese oder ähnliche Privilegien und Freiheitsgarantien in einer möglicherweise verlorengegangenen Urkunde erhalten hat. Ob wahr oder nicht: Die jährliche Feier des Hafengeburtstages zwischen --» Baumwall und St. Pauli-Landungsbrücken bleibt ein fester Termin im Hamburger Volksfestkalender.

Hamburgensie Der Begriff bezeichnet zunächst etwas unverwechselbar "Hamburgisches" und ist nichts anderes als die latinisierte Form ebendieses Wortes. Er entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Bezeichnung von pittoresken graphischen Darstellungen hamburgischer Motive, die bis heute begehrte Sammel- und Handelsobjekte sind. Anfang und Inbegriff der Hamburgensie bilden wohl die Arbeiten der Gebrüder Suhr. Daneben gelten ebenso Hamburg Bücher als Hamburgensien, besonders dann, wenn sie qualitätvolle Abbildungen aus der Stadt enthalten oder von der Stadtgeschichte handeln.

Hamburger Berg lautete bis 1833 der Name St. Paulis. Westlich von der Hamburger Innenstadt steigt hier das Gelände leicht an, was in der Norddeutschen Tiefebene schnell zur stolzen Bezeichnung "Berg" anspornt (--» Bergstraße). Schon zur Zeit der Umbenennung waren hier Amüsierbetriebe in ihren "Spielbuden" angesiedelt, und es gab bereits Bordellwirtschaften. Im 17. Jahrhundert waren hier Wohnhäuser errichtet worden, und Gewerbe hatte sich angesiedelt. Nachdem in Hamburg 1643 der Walfang ("Grönlandfahrt") in --» Gang gekommen war, begann 1649 die erste von bald mehreren Tranbrennereien ihre berechtigt streng riechende Produktion (--» Tran). Die Gegend gehörte zum --» Kirchspiel St. Michaelis, galt als Kleine-, wenn nicht Arme-Leute-Quartier und mußte sich Spottverse gefallen lassen wie: "Michaelis de Pracht, Hamborger Barg gode Nacht" oder "Michaelis de Glanz, Hamborger Barg de Swanz". An den Hamburger Berg erinnert namentlich die Straße zwischen --» Reeperbahn und Simon-von-Utrecht-Straße.

Hamburger Butterbrot ist eine mit Wurst und einer Scheibe Schwarzbrot belegte --» Rundstückhälfte Im 19. Jahrhundert ist der Begriff auch als Bezeichnung für zwei gebutterte, zusammengeklappte Scheiben Schwarz- und Weißbrot überliefert und in einer anderen Variante als Schwarzbrot mit Käse und zwei Brötchenhälften.

Hamburger Rauchfleisch war lange Zeit eine weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannte Delikatesse. Ein alter Brockhaus berichtet, daß die hervorragende Qualität des gepökelten und geräucherten Rindfleisches sowohl der guten Behandlungsmethode als auch dem saftigen Fleisch der holsteinischen Marschochsen zuzuschreiben sei. Schon der Dichter Heinrich Heine (1797-1856) stellte fest, "daß das Rauchfleisch eine gute, für den Menschen heilsame Erfindung ist". Nach ihm lobte es auch der Sozialist Friedrich Engels (1820-1895) und lange vor ihm bereits der Dichter Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) in seiner Hamburger Zeit. Er gab jedoch auch kritisch zu bedenken, daß der Mensch nicht vom Rauchfleisch allein, sondern auch "von einem guten Gespräche" lebe.

Hamburger Speck heißt ein Schnoopkrom (--» schnoopen) aus Zucker, das die Hamburger Landesfarben (Weiß-Rot) in der Variante rot-weiß-rot zeigt. Seinen Namen erhielt die Süßigkeit, weil seine Plattenform an durchwachsenen Speck erinnert. In den Farben Rot-Weiß-Grün ist es als Helgoländer Speck ("Helgolänner Sbägg") oder Helgoländer Schnitten bekannt.

Hammonia ist Hamburgs Stadtmutter oder Schutzpatronin. Ältere männliche Beschützer und angebliche Namengeber Hamburgs waren von Gelehrten des frühen 16. Jahrhunderts ausgemacht worden, hatten sich aber bald wieder verloren. Ihnen folgte "Hammonia", dargestellt zumeist mit Mauerkrone, Merkurstab sowie dem auf einer Stange getragenen Freiheitshut. Seit dem 18. Jahrhundert wurde sie die anerkannte Stadtmutter und variantenreich in Gedichten, Schriften und Liedern (--» Hammonia-Lied) genannt und zur Ausgestaltung des Hamburger Wappens sowie auf Münzen und Medaillen abgebildet. Sie ist auch in der künstlerischen Ausgestaltung des Rathauses zu sehen, besonders imposant außen am Turm. In der NS-Zeit paßte Hammonia als Freiheitssymbol in keiner Weise in die kontrollierte Ideologie der Machthaber und wurde beiseite geschoben.
Heute wird Hammonia gelegentlich wieder als altes Sinnbild städtischer Identität zitiert und abgebildet.

Hammonia-Lied heißt die Nationalhymne der Hamburger. Erstmals wurde das Lied 1828 öffentlich gesungen und bald darauf als Schlußgesang eines im Stadttheater aufgeführten Schauspiels in der ganzen Stadt bekannt. In den 1890er Jahren wurde der Text umgearbeitet und gekürzt. Man wird vermutlich "Stadt Hamburg an der Elbe Auen" nirgendwo stilvoller anstimmen können als auf dem Rathausmarkt, und zwar am Neujahrsmorgen zu den Klängen des Polizeiorchesters. Zu singen ist:

1. Stadt Hamburg an der Elbe Auen,
wie bist du stattlich anzuschauen
mit deiner Türme Hochgestalt
und deiner Schiffe Mastenwald.

Refrain:
Heil über dir! Heil über dir,
Hammonia, Hammonia!
O, wie so herrlich stehst du da!

2. Reich blühet dir auf allen Wegen
des Fleißes Lohn, des Wohlstands Segen,
so weit die deutsche Flagge weht,
in Ehren Hamburgs Name steht.

Refrain

3. In Kampf und Not bewährt aufs neue
hat sich der freien Bürger Treue,
zur Tat für Deutschlands Ruhm bereit,
wie in der alten Hansezeit.

Refrain

4. Der Becher kreis' in froher Runde,
und es erschall aus Herz und Munde
Gott wolle ferneres Gedeihn
der teuren Vaterstadt verleihn.

Refrain

Handeule oder Handuhle bezeichnet in Hamburg einen Auffeger mit kurzem Griff. Das Wort "Uhl" ist der plattdeutsche Name der Eule, deren Flügel vermutlich einmal als Handfeger verwertet wurden. Das zur Uhle gehörende Kehrblech heißt Schaufel, ein Wort, das in Hamburg generell für "Schippe" steht. Im alten Hamburg wurden die Kehrbesen mit langem und kurzem Griff dementsprechend auch als Lange und Kurze Uhle unterschieden.

Handstein ist ein alter Name für den Ausguß in der Küche.

Hans und Franz --» Hühn un Pedühn

Hauptpastor Hamburg hat fünf Hauptpastoren, und zwar je einen als Repräsentanten der traditionellen fünf --» Kirchspiele. Vor Schaffung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Jahre 1977 kamen ihnen in ihren Gemeinden kirchenleitende Funktionen zu. Ihr Name entstand im 17. Jahrhundert. Damals hatten die Hauptpastoren die Aufsicht über alle anderen Geistlichen und über das gesamte Schulwesen in ihrem Kirchspiel inne. Die hochdotierten Stellen waren sehr begehrt, und nur besonders gebildete und bereits anerkannte Geistliche hatten Aussicht, eine Nachfolge anzutreten.

He lücht! bekommen zuweilen noch heute die Passagiere einer Hafenrundfahrt von Arbeitern auf den Kais, Schiffen und Docks zugerufen. Hintergrund des Ausrufs, der auf hochdeutsch "Er lügt!" bedeutet, sind die oft allzu blumigen Erklärungen und Übertreibungen zum Hafenalltag, die von den Schiffsführern der Rundfahrtflotte zur Unterhaltung der Passagiere zum besten gegeben werden. In der Anfangszeit der 1921 von der HADAG begonnenen Rundfahrten war die Zahl der im Hafen Beschäftigten noch um ein Vielfaches höher als heute. Daher kamen die Boote ständig in die Rufnähe von Arbeitern, die somit die Ausführungen über ihre tägliche Arbeit zu hören bekamen und dies kurzerhand mit dem Ruf "He lücht!" kommentierten.
Einem alten He-lücht-Döntje nach, "is der Turm vom Michel einmolig in der Welt, verehrte Herrschaften, denn von oben kann man drei Meere sehn!" - "Wie das?" - "Tschä, tagsüber das Häusermeer abends das Lichtermeer und inne dunklen Nacht gornix mehr!"

Heiermann Warum ein Fünfmarkstück in Hamburg und ganz Deutschland umgangssprachlich auch als Heiermann bezeichnet wird, ist ungeklärt. Eine nicht belegte Deutung besagt, es sei das Handgeld für den angeheuerten Matrosen.

Hein ist die Kurzform für Heinrich, einen noch vor einem halben Jahrhundert auch in Hamburg sehr verbreiteten Namen. "Heini" wird zumeist respektlos als Stellvertreterbenennung für einen unbekannten Mann verwendet: "Was'n das für'n Heini?" oder "Da kommt so'n Heini und will was."

Hein Gas ist der volksmundliche Name für die Hamburger Gaswerke. Der Ursprung dieser Bezeichnung ist älter als das 1844 gegründete Unternehmen selbst, denn Hein Gas war der --» Ökelname für einen Hamburger Gastwirt, der sein erstmals 1823 aus Steinkohle destilliertes Leuchtgas in wohlhabende Privathaushalte lieferte. Die Hamburger Gaswerke waren Ende der 90er Jahre mit etwa 630000 Kunden das größte kommunale Erdgasversorgungsunternehmen Deutschlands. Heute Ist "Hein Gas" Teil von --» e-on | Hanse.

Helgen oder Helling ist der zum angrenzenden Wasser leicht abfallende Schiffbauplatz einer Werft. Hier erfolgt die Montage des Körpers und der Aufbauten eines Schiffs bis zum Zeitpunkt seines Stapellaufs.

Helgoländer Schnitten --» Hamburger Speck

Herbertstraße heißt die neben --» Reeperbahn und --» Großer Freiheit wohl bekannteste und berüchtigste Straße auf dem --» Kiez. Um die Prostitution hier besser beaufsichtigen zu können, ließ die Stadt die Straße um 1900 zu einer geschlossenen Wohnanlage umbauen. An der nur für volljährige männliche Fußgänger zugelassenen Straße liegen ausschließlich Bordelle, in denen etwa 200 Prostituierte tätig sind. Im Erdgeschoß der Häuser präsentieren sich die Damen in den sogenannten Koberfenstern (--» Koberer).

Herrlichkeit "Oh, wie so herrlich stehst du da!" heißt es im Refrain des --» Hammonia-Liedes als Lobpreis der Schönheit der Stadt. Die im Stadtteil Hamburg-Altstadt entlang dem Alsterfleet verlaufende Straße "Herrlichkeit" hat ihren Namen jedoch aus ganz anderen Gründen erhalten. Die Bezeichnung rührt wahrscheinlich daher, daß in diesem weitgehend aus Gärten bestehenden Gebiet nur die Ratsherren Nutzungsrechte besaßen. Ebenso ist der Straßen- und Fleetname Herrengraben (früher "Bei der Herren Graben") entlang dem gleichnamigen --» Fleet zu deuten.

Höft, Hörn und Ort stehen plattdeutsch für "Spitze" und deuten auf besonders hervorstechende Ecken in Landschaft oder Straßenführung oder auch auf einzelne vorspringende Gebäude hin. Prägnantes Beispiel ist Köhlbrandhöft, die Spitze der Landzunge zwischen dem Köhlbrand und dem Kohlenschiffhafen, weithin erkennbar an den "Fauleiern", wie die zehn eiförmigen Faultanks des dortigen Klärwerks genannt werden.

högen Wer sich högt, zeigt lebhafte Freude, amüsiert sich großartig und schlägt sich vielleicht sogar vor Vergnügen auf die Schenkel - viel und gerne natürlich aus Schadenfreude. Als Hamburg noch das --» Brauhaus der Hanse war, feierten die im Brauereigewerbe Beschäftigten alle zwei Jahre ihre "Höge", ein großes, üppiges Festessen in ihrem Brüderschaftshaus am Rödingsmarkt.

Holl di! wird mit langem "o" gesprochen, heißt hochdeutsch "Halte dich!" und meint soviel wie: "Bleibe standhaft und laß dich nicht umwerfen!" Mögliche Ergänzungen dieses Abschiedswunsches lauten auch "Holl di gesund, senkrecht, saftig, fruchtig". Besonders verbreitet war und ist gelegentlich noch: "Holl di stief!" Paul Möhring berichtet, wie "Holl di!" als Hamburger Schlachtruf in den 170er Jahren im Zirkus Renz geprägt wurde. Der weltbekannte Hamburger Ringkämpfer und Kraftathlet Emil Naucke (1855-1900) ging damals in einen schweren Kampf gegen den Franzosen Christol und drohte zu unterliegen. Einer der Zuschauer machte mit dem "Naucke - holl di!" den Anfang, und sofort fiel jede Menge Publikum in die Anfeuerung ein. Eigentlich unnötig zu erwähnen, daß der über 200 Kilogramm auf die Waage bringende Mann von der Insel Poel den Kampf gewann. 1896 eröffnete der "dicke Naucke" am Spielbudenplatz ein Varieté.

Holl fast! ist ein plattdeutscher Zuruf mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen, gesprochen, wie --» Holl di!, mit langem "o". Zunächst stellt er die Aufforderung an eine Person dar, sich festzuhalten oder, in Gefahrensituationen, sich einen festen Stand zu verschaffen und auf seine Sicherheit bedacht zu sein. Im großen Hafenarbeiterstreik 1896/97 war "Jungens, hoolt fast!" der Schlachtruf, mit dem man sich gegenseitig aufforderte, im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen unnachgiebig zu bleiben. Dagegen gilt "Hoolt fast" ansonsten als das Kommando zum Aufhören, und das sowohl in der Arbeitssprache des Hafens als auch in der komplizierten Fachterminologie des --» Ditschens mit Marmeln.

Horborger ist die plattdeutsche Bezeichnung für die Harburger, die Bewohner der früheren Stadt und des heutigen Stadtteils Harburg im gleichnamigen Bezirk jenseits der Norderelbe. Um die Horeburg (= Sumpfburg) entstand im Mittelalter eine braunschweig-lüneburgische Siedlung, die Keimzelle der späteren Stadt. Seit 1866 lag Harburg in der preußischen Provinz Hannover. Durch zahlreiche Eingemeindungen, umfangreiche Industrieansiedlungen sowie den steten Ausbau der Hafenanlagen wurde es bis zum --» Groß-Hamburg-Gesetz von 1937/38 Hamburgs starke Industriekonkurrenz an der Süderelbe. 1927 war durch Zusammenschluß die Großstadt Harburg-Wilhelmsburg entstanden. Wirtschaftliche Rivalität und städtische Nachbarschaft schlugen sich in zahlreichen Sprüchen und Spottversen nieder. Nur geographisch begründet und somit gänzlich harmloser Natur ist eine alte, aber niemals an Aktualität verlierende Weisheit aus den östlich benachbarten --» Vierlanden. Wenn dort abends die Sonne untergeht, wird plattdeutsch gemutmaßt: "De Horborger treckt de Sünn von'n Heben" (Die Harburger ziehen die Sonne vom Himmel)

Hühn un Pedühn steht für "alle möglichen Leute" und ist somit wie "Hans und Franz" ein Ausdruck wie das in ganz Deutschland verbreitete "Hinz und Kunz".

Hummel, Hummel - mors, mors gilt als Hamburgs Schlacht- oder Erkennungsruf "Hummel" war ursprünglich der --» Ökelname eines Wasserträgers in der Neustadt. Er lebte von 1787 bis 1854, hieß eigentlich Johann Wilhelm Bentz und soll griesgrämig, reizbar und nicht zuletzt etwas beschränkt gewesen sein. Den Neustädter Jungs jedenfalls, die ihm ihr "Hummel, Hummel" nachriefen, knurrte er regelmäßig ein "mors, mors" zurück, was bis heute eine ähnliche Aufforderung bedeutet wie das plattdeutsche "Klei di an'n Mors" (--» kleien, --» mors) und sich im Schrifthochdeutsch am anständigsten als "Götz-Zitat" liest.

Als die Hamburger Autofahrer nach den britischen Kennzeichen seit 1956 wieder mit ihrem alten, 1910 eingeführten "HH" auf den Nummernschildern durch die junge Republik fuhren, erlebte der Spruch neue, überregionale Belebung. Im Zuge der Autoflut und der allgemeinen Moblilität ist der Zuruf in Vergessenheit geraten. Daher gilt es heute sicher nicht mehr, was der genaue Beobachter der Hamburger Kulturszene und ausgewiesene Kenner der Stadt, der Journalist Hans Harbeck, 1930 ironisch, aber vermutlich zutreffend aufschrieb: "Das ´Hummel, Hummel´ nebst seinem schlagkräftigen Echo ist zum Feldgeschrei und zum unfehlbaren Erkennungsmittel für alle Hamburger geworden und gehört zum Begriff der deutschen Welthafenstadt wie das Amen zum Gebet."