Caffamacherreihe heißt eine Straße in der im 17. Jahrhundert entstandenen Neustadt. Namengebend waren später hier ansässige Samtweber, die "Kaff Haarmaker". Das plattdeutsche Wort Kaff steht für Spreu oder Kleingeschnittenes. Der meist aus Seide hergestellte Samtstoff hatte auf einer Seite lockere Schlingen, die kurz abgeschoren wurden. Ihr Aussehen erinnerte an Haarspreu und trug dem Stoff den Namen Kaff ein.

Cholera Wenn in Hamburg "die Cholera" zur Sprache kommt, ist von ihrem letzten großen epidemischen Auftreten vom August bis Oktober 1892 die Rede. Wahrscheinlich gelangte der Erreger auf dem Seeweg in die Stadt, wo er sich aufgrund der miserablen Qualität des hier noch unfiltriert der Elbe entnommenen Trinkwassers schnell ausbreitete. 8605 Menschenleben waren zu beklagen. Der Tod wütete vor allem in den engen --» Gängevierteln, in denen vielfach erbärmliche hygienische Zustände herrschten.

Cremon heißt eine Straße im heutigen Stadtteil Hamburg-Altstadt. Sie liegt auf der gleichnamigen ehemaligen Marschinsel zwischen Nikolaifleet und Binnenhafen. Die Insel wurde Ende des 12. Jahrhunderts den ersten Siedlern der Neustadt als Weideland zugewiesen. Diese legten einen Ringdeich an, um sich vor Hochwasser zu schützen. Die Herkunft des erstmals im 13. Jahrhundert erwähnten Begriffs "Cremon" ist nicht zu belegen, geht aber möglicherweise auf einen Anwohner zurück. Zwischen dem alten Deich und dem Nikolaifleet stehen die ältesten Hamburger Speicherbauten.