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Babutz --» Putzbüdel |
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Backs --» batz |
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Bahntje stammt aus dem Plattdeutschen und bedeutet "Posten" oder "Laufbahn". "Ein schönes Bahntje" meint also soviel wie eine einträgliche Anstellung. |
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Bangbüx wird ein Angsthase ("Bange" bedeutet "Angst") genannt, obwohl das plattdeutsche Wort eigentlich die Übersetzung von "Angsthose" ist. Vielleicht war ja der Ausdruck "vor Angst in die Hose machen" an der Wortbildung beteiligt? |
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Bangemachen gildet nich! lautet ein Kinderspruch. Wie so vieles aus Kindermund "gilt" er auch in der Erwachsenenwelt. Denn wer sich vornimmt, diesmal kein --» Bangbüx zu sein und z.B. einer fiesen Einschüchterung zu widerstehen, der besinnt sich auf die Kindheit, preßt die Lippen zusammen und denkt sich: "Pah, Bangemachen gildet nich!" |
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bannig bedeutet soviel wie das steigernde Wörtchen "sehr" oder die umgangssprachliche Variante "ganz schön": "Auf dem Wochenmarkt war heute morgen wieder bannig was los." Meist in engerem Zusammenhang und mit noch etwas kräftigerer Wirkung als bannig ist --» fix als Verstärkungswort zu hören. |
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Barkasse heißt eigentlich das größte Beiboot von Kriegsschiffen. Im Hamburger Hafen bezeichnet es ein Motorboot mit zumeist überdachtem und verkleidetem Fahrerstand. Es ist sehr robust gebaut und wird sowohl zur Personen- wie zur Güterbeförderung eingesetzt. Zudem kann "Barkasse" einen Essensbehälter oder -kübel benennen. |
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Barmbecker Verbrechergesellschaft --» Lord von Barmbeck |
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Barmbek basch fand im Hamburger Wortschatz auf zweierlei Weise Eingang: entweder als lapidarer Kommentar oder als erschreckter Ausruf angesichts jedweder Untaten von Hamburger Halbstarken oder Roheiten anderer, da die Barmbeker Heranwachsenden für besonders --» basch erklärt worden waren. |
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basch Das plattdeutsche "basch" steht für hochdeutsch "derb" oder auch "scharf", z.B. kann eine Speise basch gewürzt sein. Es dient jedoch vor allem zur Bezeichnung von etwas Rüpelhaftem. Derartig veranlagt zu sein war der Ruf der Barmbeker Jugend (--» Barmbek basch). Besonders in Kleidungsfragen kann "basch" aber auch soviel wie "verwegen" oder "herausfordernd" meinen. Es ist in der Jugendsprache somit Vorgänger der Ausdrücke "lässig" oder "cool", die "flott", "keß" und "schneidig" weitgehend abgelöst haben. Die harmloseste Bedeutung findet sich in der Kindersprache mit der --» Basche. |
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Basche oder "Baschen" bzw. "Bascher" sind Bezeichnungen für die weißen Marmeln, die auch mit bunten Strichen bemalt sein konnten. In früheren Zeiten waren sie aus Alabaster, später aus glasiertem Ton. |
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batz und Backs Das plattdeutsche Wort für "plötzlich" heißt "batz". Da sie zumeist unerwartet kommt, ist der ähnlich lautende "Backs" ein trefflicher Name für eine Ohrfeige, die in den --» Vierlanden auch "Batz" heißt. Wer jemandem etwas "batz ins Gesicht" sagt, sagt es ihm so überraschend und unverblümt, daß es fast so klatscht wie bei einem Backs. |
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Bauch von Hamburg wird die Großmarkthalle für Obst und Gemüse in Hammerbrook genannt. 1962 war sie nach vierjähriger Bauzeit fertiggestellt worden. Unter dem schönen, wellenförmig geschwungenen Dach der dreischiffigen Halle liegen 40000 Quadratmeter Fläche, auf denen von ein bis sechs Uhr morgens Hamburgs --» Grünhöker und viele andere Gewerbetreibende ihre Waren kaufen. Seit 1996 steht die Halle unter Denkmalschutz und wird daher nicht so schnell das Schicksal des "Bauchs von Paris" teilen, dessen weltberühmte Markthallen in den 1980er Jahren der Spitzhacke zum Opfer fielen. |
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Baumwall heißt der Straßenzug, der die Straßen "Kajen" und --» "Vorsetzen" verbindet. Über ihm verläuft das Hochbahnviadukt der alten --» Ringbahn. Der Namensteil Baum erinnert daran, daß hier, am Niederbaum, durch miteinander verkettete Baumstämme bis 1852 nachts die Ausfahrt des Binnenhafens gegen widerrechtlich ein- oder auslaufende Schiffe gesichert wurde. Das östliche Pendant lag an der Ausfahrt des Oberhafens. Auch an Land gab es zahlreiche Bäume - im Sinne von Schlagbäumen nämlich dort, wo Abgaben erhoben oder Kontrollen vorgenommen wurden. Sie haben sich in Straßennamen wie Rotherbaum oder Winser Baum erhalten. Der Namensteil Wall weist darauf hin, daß hier ein Teil des Befestigungswalls verlief, der Hamburg bis ins 19. Jahrhundert umgab. Seinen Verlauf seit dem frühen 17. Jahrhundert kennzeichnet eine Reihe weiterer "Wallstraßen" (Holstenwall, Gorch-Fock-Wall, Glockengießerwall, Steintorwall, Klosterwall). |
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Beede heißt in Hamburg der geschäftsführende Ausschuß des Kirchenvorstands einer evangelischen Gemeinde. Es war zugleich der Name für das Kirchengestühl, in dem die Mitglieder des Gremiums der Laienvertretung während der Gottesdienste Platz nahmen und wo die Kollekte eingesammelt wurde, die ebenfalls "Beede" hieß. |
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begöschen ist der Versuch, jemanden durch begütigendes Zureden in gute Stimmung zu versetzen, häufig mit dem Hintersinn, ihn dann zu einer kleineren oder größeren Gefälligkeit zu bewegen, Eingestreute Komplimente sind dabei ein vielversprechendes Hilfsmittel, noch besser allerdings wirken leise Andeutungen auf mögliche spätere Vorteile für das zu begöschende Gegenüber. Wenn Kinder ("Piepgöschen") z.B. nach einem Sturz oder einem anderen kleinen Unglück begöscht werden, werden sie mit guten Reden getröstet und beruhigt. |
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beiderstädtisch Wenn in Hamburg vom Beiderstädtischen die Rede sein sollte, ist das Gebiet des alten Amtes Bergedorf gemeint. Das Städtchen Bergedorf, die Vierlande und die heutige schleswigholsteinische Stadt Geesthacht waren darin vereint. "Beiderstädtisch" heißt es deshalb, weil diese Gebiete von 1420 bis 1868 den beiden Hanseschwestern Hamburg und Lübeck gemeinsam gehörten. Sie hatten mit vereinten militärischen Kräften das Bergedorfer Schloß vom sächsisch-lauenburgischen Herzog erobert. Fortan verwalteten die Städte den enormen Zuwachs ihres Landgebiets im Wechsel. Für den lübeckischen Anteil bezahlte Hamburg 1868 die Summe von 600000 Kurantmark, und das Beiderstädtische wurde zur Gänze hamburgisch. |
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beipulen und verpulen "Beipulen" bedeutet, jemandem etwas beibringen, ihn etwas --» lehren. Es wird auch etwas beigepult, wenn eine unangenehme Angelegenheit schonend beizubringen ist, was ja manchmal bedeutend mehr Fingerspitzengefühl verlangt als das --» Palen von Hülsenfrüchten. Im Ärger kann "Beipulen" jedoch auch im Sinne von "verpulen" benutzt werden, was soviel bedeutet wie "jemandem eins verpassen" |
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bekakeln bedeutet etwas besprechen. Auch wenn das Wort von plattdeutsch "kakeln" abgeleitet ist, was "gackern" bedeutet, kann es sich dabei durchaus um sehr bedeutsam, z.B. ein Geld oder Warengeschäft betreffende Themen handeln. |
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belemmern Jemand wird belemmert, wenn unablässig auf ihn eingeredet wird, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Häufig ist in Hamburg auch das eigentlich berlinerische belatschern zu hören. Wer belemmert dreinschaut, ist verdutzt, schaut dumm aus der Wäsche. Hält dieser Zustand an, ist er --» benaut. |
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benaut ist der Hamburger, wenn er sich beklommen fühlt und kleinlaut wird. |
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Bergstraße Den für Auswärtige oft etwas hochtrabend anmutenden Namen "Berg" trug früher der älteste Marktplatz der Hamburger Altstadt. Er lag westlich vor der St.-Petri-Kirche am Rande des Geestsporns, auf dem vermutlich schon lange vor Beginn der hamburgischen Geschichte Menschen ihre Behausungen errichtet hatten. Nach dem --» Großen Brand von 1842 verschwand er aus dem Stadtbild, aber die 1838 von "Hinter St. Peter" in "Bergstraße" umbenannte Straße erinnert noch heute an ihn. Wer sie vom --» Jungfemstieg kommend hindurchspaziert, schreitet von der Marsch zur Geest. |
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beschicken Wer etwas zu beschicken hat, muß noch etwas erledigen. Bis zum 16. Jahrhundert bedeutete "jemanden zu beschicken", ihn zu benachrichtigen, später wurde ihm etwas bestellt, heute sagen wir einfach "Bescheid". Wenn dies umgangssprachlich und mit einer nachdrücklichen Aufforderung verbunden geschehen soll, wird dem Betreffenden "Bescheid gestoßen". |
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besopen ist der stickenduhne, der volltrunkene Mensch (--» duhn). Gebärdet er sich in plattdeutscher Öffentlichkeit auffällig, muß er sich vielleicht das hart abfällige "Besopenes Swien!" (besoffenes Schwein) gefallen lassen. Erblickten im alten Hamburg die Straßenkinder einen Betrunkenen, so johlten sie im Chor ihm hinterher: "Bringt dat Swien no'n Swienmark hen, ho, ho, ho!" |
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binnen ist plattdeutsch und bedeutet "innen" oder "innerhalb". Das Gegenstück liegt --» buten. Die --» Außenalster könnte dementsprechend auch als Butenalster bezeichnet werden. "Binnen" kann auch plattdeutsch für das Verb "binden" stehen (siehe auch --» Anbinner bzw. --» Festmacher). |
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Binnenalster Die Binnenalster ist Hamburgs gute Stube. Das Gewässer inmitten des Gevierts --» Jungfemstieg, Neuer Jungfernstieg, Lombardsbrücke und Ballindamm umfaßt 18 Hektar und ist Teil der Alster. Am Jungfernstieg liegt die Weiße Flotte der Alsterdampfer, hier steht der Alsterpavillon, und am Neuen Jungfernstieg laden das Hotel Vier Jahreszeiten zahlungskräftige und der Übersee-Club illustre Gäste in ihre so schön anzusehenden Gebäude. Die Lombardsbrücke steht für sich, und der Ballindamm zeigt die imponierende Front von Verwaltungsgebäuden, hinter deren Fassade weltumspannende Geschäfte abgewickelt werden. Besonders zu nennen ist das Haus der Hapag-Lloyd AG (--» "Mein Feld ist die Welt"). |
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büschen gemütlicher klingt diese norddeutsch-nuschelige Aussprache des hochdeutschen Wortes "bißchen". Auf plattdeutsch heißt es "beten" - und "klein büschen" dementsprechend "lütt beten". |
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Blankenese --» Elbvororte --» Neß |
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Booksbüdel In einem Booksbüdel könnte man zwar einen Bocksbeutel transportieren, also eine der bauchigen Flaschen vornehmlich für Frankenwein, aber mehr haben die beiden nicht gemein. Letzterer hat mit dem Schafsbock zu tun, der Hamburger Booksbüdel mit dem Book, wie plattdeutsch das Buch genannt wird. Gemeint sind also Tragebeutel für Bücher, vornehmlich für Gebet- und Gesangbücher auf dem Weg zur Kirche. Im 17. Jahrhundert kamen diese Beutel außer Gebrauch. Aber das Wort hielt sich noch 200 bis 300 Jahre im Hamburger Wortschatz, vor allem deshalb, weil ein Booksbüdel an einer Heiligenfigur in der Petrikirche zu sehen war. Der Sinn hatte sich jedoch gewandelt, denn weil niemand einen solchen Beutel mehr benutzte und er doch jedermann bekannt war, wurde "Booksbüdel" zum Begriff für eine ebenso gedankenlos wie beharrlich weitergeschleppte, zumeist unsinnige Sitte oder törichte Angewohnheit, eine Art Schlendrian. |
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Bontje ist das plattdeutsche Wort für Bonbons, die Kinder als "Bong-bongs" korrekt auszusprechen versuchen, wenn sie nicht gleich "Bonsche" oder"Bonschen" rufen. Das "tj" in Bontje wird häufig "tsch" oder sogar nur "sch" gesprochen, was natürlich auch für andere plattdeutsche Worte gilt, wie z.B. --» Buttje oder --» Sottje. |
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Bonzenheber --» Proletenbagger |
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Brandsende heißt seit 1843 eine Straße in der Hamburger Altstadt. Ihr Name soll an den --» Großen Brand von 1842 erinnern. Der Straßenverlauf markiert die Höhe, auf der die Feuerwalze in diesem Teil der Stadt am Morgen des 8. Mai zum Stehen kam und erlosch. Der Wind aus süd-süd-westlicher Richtung hatte die Flammen in die Ecke Binnenalster/Wallanlagen (gegenüber der heutigen Galerie der Gegenwart) gedrängt, wo sie mit dem Ende der Bebauung keine weitere Nahrung mehr finden konnten. |
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Brauhaus der Hanse im Spätmittelalter galt die Hansestadt Hamburg als das "Brauhaus der Hanse". Vollständig lautet der alte hansische Spruch:
"Lübeck ein Kaufhaus
Vom ausgehenden 13. Jahrhundert an war Bier für etwa 300 Jahre das wichtigste Exportgut Hamburgs. Die Brauereien lagen direkt an den --» Fleeten, aus denen sie mit dem Wasser auch ihren wichtigsten Rohstoff bezogen - einen anderen erstanden sie auf dem Hopfenmarkt vor der Nikolaikirche, Auch die Straßen Brauer- und Brauerknechtsstraße oder Hopfensack erinnern an dieses Gewerbe. Ende des 14. Jahrhunderts gab es über 450 Häuser, in denen die kupfernen Braupfannen betrieben wurden. In der Ost-West-Straße 47, wo schon im Mittelalter ein Grundstück mit dem Recht zum Bierbrauen belegt ist, kann man heute im --» Gröninger-Braukeller Bier trinken, das direkt in der Schankstube gebraut wurde. Heute ist in Hamburg mit der --» Holsten-Brauerei AG der größte norddeutsche Bierproduzent ansässig. |
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Braune Kuchen --» Kemmsche Kuchen |
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breegenklöterig Wer sich "breegenklöterig" fühlt, der ist ganz durcheinander, z.B. wirr im Kopf vor lauter Aufregungen. "Breegen" ist das plattdeutsche Wort für Gehirn, --» "klöterig" steht für etwas Zusammenschlagendes, vielleicht sind die beiden Hirnhälften gemeint? Als "bregenklüterig" ist das Wort auch außerhalb der engeren norddeutschen Sprachlandschaft gebräuchlich, z.B. in Berlin. |
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Briet hat nichts mit britischen Staatsangehörigen zu --» kriegen, sondern bildete sich vermutlich im 19. Jahrhundert aus dem französischen Adjektiv "brut", das "grob" oder "brutal" bedeutet. "Briet" kann als Bezeichnung für ein sehr ungezogenes Kind, einen halbstarken Flegel (--» Dietlein) oder einen streitsüchtigen Mann dienen. |
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Brook bezeichnet allgemein ein Gebiet im feuchten Marschland. Dabei kann ebenso ein Morast oder ein Wäldchen gemeint sein, was in vielen Hamburger Orts- und Flurnamen zum Ausdruck kommt, z.B. in Grasbrook, Hammerbrook oder Hasselbrook. |
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bruttig ist die Luft häufig vor einem Gewitter. Das plattdeutsche Wort bedeutet "schwül", "heiß" und leitet sich von "Brut" bzw. "brüten" ab. |
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Buddel ist natürlich das plattdeutsche Wort für Flasche, doch wenn ein Kind buddel ist, dann hat es beim --» ditschen seine letzte Kugel verspielt. |
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Bückel ist die Kurzform zur Bezeichnung des Bücklings, des geräucherten Herings. Zugleich diente das Wort früher als Spottname für einen mageren, --» spiddeligen Menschen. |
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Büdel ist das plattdeutsche Wort für Beutel. In Zusammenhang mit einem vorangestellten Substantiv kann es z.B. als --» Quarkbüdel oder --» Sabbelbüdel auch als abfällige Bezeichnung für eine Person dienen. |
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Büttel oder "Bödel" ist auch im alten Hamburg als eine Bezeichnung für den Gerichtsdiener oder einen zu anderen Diensten herangezogenen Beauftragten der Stadtobrigkeit belegt. Zugleich diente der Begriff als Schimpfwort für Frauen, die nicht der vorherrschenden Norm entsprechend lebten und sich herumtrieben, oder auch für Prostituierte. Über das Büttel, mit dem Hamburger Ortsnamen enden, gibt das Hamburgische Wörterbuch Auskunft: "-büttel - Grundwort in Ortsn., häufig im Alstergebiet für Ausbauten älterer Dörfer: Eims-, Fuhls-, Hummels-, Poppen-, Wellingsbüttel, - zus. [altsächsisch] gi-butli Wohnstätte" Der echte Hamburger betont diese Stadtteilnamen selbstverständlich auf der ersten Silbe. Wer z.B. Eimsbü'ttel " sagt, gibt sich sofort als --» Quiddje zu erkennen, während es im Stadtteil selbst oft nur "Eimbüddl" heißt. |
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Büx ist plattdeutsch und heißt "Hose". Wer jemanden "bi de Büx kriegt", der "hat ihn". Und zwar festgenagelt, wie es in umgangssprachlichem Hochdeutsch heißt. "Bi de Büx" ist man gegriffen, wenn man z.B. mit einer unangenehmen Tatsache oder einer bestimmten Frage dazu konfrontiert wurde (siehe auch --» Bangbüx). |
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Bunny-Hill heißt auf deutsch "Häschen-Hügel" und ist somit die anglisierende Verballhornung des Billstedter Straßennamens "Mümmelmannsberg". Er ist 1938 nach dem 1909 erschienenen Buch "Mümmelmann" des Schriftstellers und Heimatdichters Hermann Löns (1866-1914) vergeben worden. Die Straße erschließt heute die gleichnamige oder ökelnd ebenfalls Bunny-Hill genannte Großsiedlung mit über 7000 Wohnungen. |
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Burstah --» Großer Burstah |
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buten steht plattdeutsch für "außen" oder "draußen" und bezeichnet somit etwas, das sich nicht --» binnen, also innerhalb einer Sache befindet. Wenn nicht sogar tragische Schicksale, so doch leidvolle Lebensabschnitte verbergen sich hinter dem Ausdruck "Butenhamburger": Nach den Luftangriffen des Sommers 1943, bei denen Zehntausende ihr Leben ließen, flüchteten etwa eine Million Menschen aus der zerbombten Stadt, ein Großteil nach Schleswig-Holstein. Viele konnten erst in den 50er Jahren wieder nach Hamburg zurückkehren. Für einige Monate waren schon beim letzten großen Ausbruch der Cholera 1892 zahlreiche Menschen sicherheitshalber zu Butenhamburgern geworden. |
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Buttje nennt man einen richtigen Hamburger Jung. Die Verkleinerungsform der Bezeichnung für den Speisefisch Butt wird als Koseform für den Ausdruck "kleiner Junge" gebraucht. Jedoch war das nicht immer so, und früher galten die Buttjes oder Butscher keineswegs als kleine, "nüddeliche" Racker, sondern so bezeichnete man bis Ende des 19. Jahrhunderts in der Regel grobe, unangenehme Kerle, für die erst dann allmählich die Bezeichnung --» Briet aufkam. Aber ob niedlich oder rüde, bekämpft haben sich die Straßenjungs zu allen Zeiten, und kamen kleine Städter einmal zum Ausflug nach Finkenwerder, dauerte es bestimmt nicht lange, bis so etwas wie das im Hamburgischen Wörterbucharchiv belegte "Hamborger Buttscher, Fingerlutscher" gebrüllt wurde. Die Ausdrücke "Knabe" oder "Bub" sind in Hamburg ungebräuchlich. |